
Bei den Bergbahnunternehmen und Liftbetreibern im bayerischen Alpenraum wird Lawinensicherheit groß geschrieben. In enger Zusammenarbeit mit örtlichen Lawinenkommissionen, den Kommunen als zuständige Sicherheitsbehörden und den meist betriebseigenen Lawinensprengberechtigten sorgen die Bergbahnbetreiber dafür, dass den Wintersportlern neben gepflegten Pisten vor allen auch Sicherheit geboten wird. Wenn es schneit, der Wind den Schnee über Kämme und Grate verfrachtet oder die Sonne die Schneedecke aufweicht, stehen in den Lawinenkommissionen erfahrene Personen bereit, um die aktuelle Gefahrensituation zu beurteilen. Automatische Messstationen liefern wertvolle Unterstützung. Droht Gefahr, werden Lawinen wenn möglich künstlich ausgelöst. Rund 100 sogenannte Lawinensprengbahnen in Bayern dienen dazu, Sprengladungen in gefährliche Hänge zu transportieren, um dort Lawinen auszulösen. Bis der erste Skifahrer oder Snowboarder die Piste betritt, habe die Mitarbeiter der Bergbahnen oft mehrere hundert Kilogramm Sprengstoff zu Detonation gebracht, um Gefahrenpunkte zu beseitigen.
Und wenn trotzdem nicht alle Gefahrenstellen beseitigt werden können ? Dann bleibt nichts anderes übrig, als Skiabfahrten zu sperren und teilweise sogar Liftanlagen einzustellen.
Sicherheit geht vor !
Sicherheit geht vor - das mögen auch all jene bedenken, die bei Lawinengefahr ihr Wintersportvergnügen abseits gesicherter Pisten suchen und dabei sich und andere gefährden. Der VDS appelliert an alle Tiefschneeenthusiasten, bei entsprechender Gefahrenlage die örtlichen Warnungen ernst zu nehmen, denn außerhalb des gesicherten Skiraum greifen die umfangreichen Sicherungsmaßnahmen nicht.
Abseits der angebotenen und freigegebene Skiabfahrten ist jeder Wintersportler eigenverantwortlich unterwegs.