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Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte e.V.

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Bahn- und Liftsysteme

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Seilbahnen sind in erster Linie Verkehrsanlagen, die in Tourismusorten in Bergregionen eingesetzt werden. Es kann sich aber auch um Seilbahnen handeln, die in städtischen Verkehrssystemen Verwendung finden.
Bestimmte Arten von Seilbahnen können auf völlig anderen Grundprinzipien beruhen. Der Begriff „Seilbahnen“ umfasst dabei Standseilbahnen, Seilschwebebahnen und Schlepplifte.

Anzahl der Anlagen in den Bundesländern

BundeslandSeil-
bahn
Zahnrad-
bahn
GesamtAnteilSchlepp-
lifte
Standseil-
bahn
Skihalle
Baden-Würtemberg111127,2 %4508 
Bayern108211066,3 %7864 
Brandenburg1 10,6 %1 1
Hessen4 42,4 %673 
Mecklenb.-Vorp.1 10,6 %2 1
Niedersachsen6 63,7%37  
Nordrhein-Westf.131148,4 %12612
Rheinland-Pfalz6 63,6 %251 
Saarland1 10,6 %   
Sachsen7 74,3972 
Sachsen-Anhalt2 21,2 %   
Schleswig- Holstein    1  
Thüringen2 21,2 %34  
Gesamt1624166100 %1.626194

 

Seilschwebe- und ZahnradbahnenStatistik Dez. 2007

 

Nachfolgendes Schema gibt einen Überblick über die verschiedenen Seilbahnsysteme:

die verschiedenen Seilbahnsysteme
 

























Seilbahnen

Der Sammelbegriff „Seilbahn“ umfasst nach CEN Anlagen des Personenverkehrs, bei denen die Fahrgäste entweder „in Fahrzeugen befördert oder mittels Schleppvorrichtungen gezogen werden, die durch ein oder mehrere Seile getragen und bewegt werden, und die keine Aufzüge sind“. Bei den Seilbahnen speziell wird zwischen Standseilbahnen und Seilschwebebahnen unterschieden.

Standseilbahn
Bei der Standseilbahn werden „die Fahrzeuge durch ein oder mehrere Seile auf einer auf dem Boden befindliche Fahrbahn bewegt“. In der Regel verkehrt ein Kabinenfahrzeug mit Rädern auf Schienen an einem Zugseil im Pendelbetrieb. Ein- und Ausstieg der Fahrgäste erfolgen bei stehendem Fahrzeug.

Seilschwebebahn
Die Seilschwebebahn ist eine „Luftseilbahn, bei welcher die Fahrzeuge von einem oder mehreren Seilen getragen werden“. Bei Ausführung als „Einseilbahn“ werden die Fahrzeuge von einem sogenannten Förderseil gleichzeitig getragen und bewegt. Bei Ausführung als „Zweiseilbahn“ werden die Fahrzeuge durch zwei getrennte Seile oder Seilgruppen, als Tragseile und Zugseile bezeichnet, getragen und bewegt. Bei den Seilschwebebahnen wird nach Pendelbahn oder Umlaufbahn unterschieden.

Pendelbahn
„Die Fahrzeuge verkehren zwischen den Stationen im Pendelbetrieb“. Ein- und Ausstieg der Fahrgäste erfolgen bei stehendem Fahrzeug. Bei Seilschwebebahnen handelt es sich im allgemeinen um Zweiseilbahnen mit getrennten Zug- und Tragseilen, bei denen zwei Kabinen zwischen Berg- und Talstation verkehren.

Umlaufbahn
„Seilschwebebahn, bei der die Fahrzeuge in gleichbleibender Fahrrichtung verkehren.“ Die Fahrzeuge sind an einem Förderseil (oder mehreren) befestigt, das mit kontinuierlicher oder intermittierender Geschwindigkeit umläuft. Ein- und Ausstieg der Fahrgäste erfolgen in Stationen bei gleichbleibender oder verlangsamter Bewegung der Fahrzeuge. Als Fahrzeuge werden in der Regel eine größere Anzahl Kabinen oder Sessel verwendet. Die Kabinen bieten im einzelnen Platz für 2 bis 12 Personen. An Sesselbahnen kommen Einer- und Doppelsessel. Dreier-, und zum Teil schon bis Sechser-Sessel-Kombinationen zur Verwendung.

Schlepplifte
„Schlepplift oder Schleppaufzug: Seilbahn, bei welcher die Benutzer auf Skiern oder anderen geeigneten Sportgeräten mittels einer Schleppvorrichtung auf einer Schleppspur befördert werden.“ Bei Schleppliften wird nach hoher oder niederer Seilführung unterschieden.

Hohe Seilführung
Bei hoher Seilführung sind T-förmige Bügel über Trommeln mit aufgerollten Schleppseilen an einem umlaufenden Zugseil festgeklemmt. Der oder die Skifahrer lehnen sich gegen den Bügel und werden bergwärts geschleppt. Beim Loslassen de Bügels rollt eine Einziehvorrichtung das Schleppseil in den Trommeln auf.

Niedere Seilführung
"Schleppaufzug mit in Höhe der Benutzer geführtem Förderseil, an dem sich diese entweder direkt oder mittels kurzer Schleppvorrichtungen festhalten.“ Schlepplifte mit niederer Seilführung haben nur kurze Distanz. Sie werden stationär, aber auch transportabel als sogenannte Babylifte oder Skikulis, in der Regel im Übungsgelände, für Skianfänger eingesetzt.

Zahnradbahn
Schienenfahrzeug mit kraftschlüssigem Antrieb durch Abwälzen eines oder hehrerer angetriebener Zahnräder auf einer in Gleismitte angeordneten Zahnstange. Der kraftschlüssige Antrieb wird dann erforderlich, wenn infolge einer Steigung die normale Reibhaftung der Triebräder auf den Schienen nicht ausreicht. Macht die Steilstrecke nur einen Teil der Gesamtstrecke auf, wird ein kombinierter Zahnrad-Reibungs-Antrieb verwendet. Die Zugförderung erfolgt bei älteren Anlagen durch Dampflokomotiven, bei moderneren durch Elektro- oder Dieseltriebwagen.


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