
Kaum gestartet und schon ein großer Erfolg: Das vor wenigen Wochen initiierte „Pistengütesiegel Deutschland“ ist bereits jetzt ein Volltreffer. „Wir haben schon mehr Anmeldungen, als wir in diesem Winter begutachten können“, berichtet Birgit Priesnitz, Geschäftsführerin des Verbandes Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte (VDS). Das neue Qualitätsmerkmal steht für einen klar definierten Standard, der von einem Expertenteam vor Ort überprüft wird. Verliehen wird das neue Prädikat von der Stiftung Sicherheit im Skisport (SIS) des Deutschen Skiverbandes in Kooperation mit dem Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte (VDS).
Premiere feierte das Pistengütesiegel auf Deutschlands höchstem Berg. Die Zugspitze erhielt als erstes deutsches Skigebiet das grüne Signet, das es als „geprüftes Skigebiet“ ausweist. Danach folgen die Allgäuer Skigebiete am Fellhorn und Nebelhorn. Insgesamt sollen in diesem Winter zwölf Gebiete begutachtet werden. Dies übernimmt eine im Vorfeld eigens geschulte Expertenkommission, die jede Skistation auf Herz und Nieren prüft. Gemeinsam wurde ein Kriterienkatalog erarbeitet, der nun als Grundlage für das neue Gütesiegel dient. Skigebiete sollen beispielsweise nachvollziehbar strukturiert, ihre Abfahrten angemessen eingestuft und markiert sein, um Sicherheit und Orientierung zu optimieren. Wichtige Kriterien sind die tägliche Kontrolle der Skipisten, die Warnung und Absicherung vor alpinen und anderen Gefahren sowie der Hinweis auf die FIS-Verhaltensregeln und die Kooperation mit der Bergrettung.
„Unsere Mitglieder stehen geschlossen hinter der Idee“, erklärt VDS-Geschäftsführerin Birgit Priesnitz. Werden die notwendigen Kriterien erfüllt, erhält das Skigebiet für einen Zeitraum von drei Jahren das neue Pistengütesiegel verliehen. Jährlich wird überprüft, ob die Standards eingehalten werden. Sollte es zu gravierenden Verstößen kommen, wird das Prädikat auch wieder entzogen. Die Überprüfung des Skigebiets erfolgt auf freiwilliger Basis. In den Prüfkommissionen sind unter anderem Mitglieder der DSV-Skiwacht, der SIS und Mitglieder des Verbandes Deutscher Seilbahnen vertreten.
Für die beteiligten Organisationen stellt diese Initiative einen weiteren wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit dar. Seit Jahren investieren sie erhebliche Mittel in entsprechende Bestrebungen. Die von der SIS alljährlich dokumentierten Zahlen belegen einen kontinuierlichen Rückgang an Unfällen.
Bildnachweis: Andreas König, DSV aktiv
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