
Sie hatte schon nostalgisches Flair, die alte Imbergbahn! Und sie brachte den Tourismus, die „Winter- und Sommerfrische“ in der heutigen Oberstaufner Ferienregion so richtig in Schwung.
1948, als die Planungen kurz nach der Währungsreform konkret und die Kosten bekannt wurden, sprang ein Ideengeber nach dem anderen wieder ab.
So blieben Leitz und Seyfried, ein Fabrikanten-Duo aus Aalen und der Meckatzer Brauereibesitzer Weiss, das Vorhaben, Bahn und Haus 1950 zu realisieren. Die Braunschweiger Wilke-Werke übernahmen den Bahnbau.
Die Steibinger konnten auf ihre Bahn und das schmucke Imberghaus stolz sein. Das mühsame Aufsteigen mit den Skiern hatte ein Ende. Findige Staufner Skipioniere legten anfangs die Abfahrt weit um Steibis herum bis nach Weißach. Der Durst nach dem steilen Rückmarsch über die Mühlhalde bis hinauf zum Bahnhof, wurde dann mehrheitlich in den Oberstaufner Wirtschaften gelöscht. Mit dem Skizug fuhren die vornehmlich aus dem Württembergischen angereisten Skifahrer dann wieder fröhlich zurück.
Über 50 Jahre tat die Imbergbahn ihren Dienst. 1962 wurde die Technik (Antrieb, Bergstation etc.) erneuert. Zur Imbergbahn gehörten damals die beiden Pendellifte am Kirchhang und an der Bergstation.
1972 wurde die Skiarena als KG gegründet. Zum Aulift (seit 69) kamen ab 72 der Langholz-, Waltnersalp-, Bärenloch- und die Fluhlifte dazu. Der Kirchhanglift wurde erneuert und der Fehrlift gebaut. Der Sonnenlift an der Imberg-Südseite war nur wenige Jahre im Betrieb, dafür kamen Übungslifte am Imberghaus zum Einsatz.
1987 übernahm die Skiarena KG mit 10 Schleppliften im Skigebiet die Imbergbahn. Der Firmenname lautet seit dem Imberg-Skiarena.
„Nach wie vor wurden bei entsprechenden Temperaturen die Skifahrer in Wolldecken eingewickelt und als Sitzunterlage ein umfunktionierter Bast-„Fußabstreifer“ unterlegt. So konnte man die gut 20-minütige Auffahrt der alten Imberg-Sesselbahn bis 2005 erleben“, erinnert sich der langjährige Skiarena-Geschäftsführer Hans Hauber.
Das Imberghaus wurde in den Jahren ständig weiter ausgebaut und den gehobenen Ansprüchen angepasst.
Mit der Inbetriebnahme der hochmodernen Achtergondelbahn im Dezember 2005 gelang der neuen Gesellschaft ein echter Quantensprung. Das Skigebiet präsentiert sich heute mit Komplettbeschneiung, Kinderland, Deutschlands modernster Sechser-Sesselbahn und weiteren 10 Übungs- und Schleppliften. Im kommenden Winter soll das Deutsche Pistengütesiegel bestätigen, dass sich die Steibinger Imberg-Skiarena in kürzester Zeit zu einem der besten Skigebiete Deutschlands gemausert hat.
Gleichzeitig bietet die Imbergbahn durch ein verbessertes Sommerangebot mit zertifizierten Wander- und Erlebniswegen, Klettergarten und perfekter Hütten-Gastronomie einen erfolgreichen Ganzjahresbetrieb.
Die Bergbahnen sind als wichtigste Fremdenverkehrseinrichtung für Ferienregion unverzichtbar und die Entwicklung ist enorm. Hatte die alte Imbergbahn noch eine Höchstförderleistung von 280 Personen pro Stunde, so schafft allein der Fluhexpress knapp das Zehnfache.
An guten Tagen tummeln sich über 5000 Wintergäste auf den top-gepflegten Pisten oder geräumten Winterwanderwegen des Imberggebietes.
Mit einem freundlichen „Grüss Gott“ werden die Gäste an den Kassen und am Einstieg empfangen. „Die Zeiten der muhagligen Lifthelfer sind längst vorbei“, so Nobert Riessenberger und Charly Strobl, beide schon 40 bzw. 35 Jahre bei der Imbergbahn aktiv dabei.
Aus Anlass der 60 Jahre bietet die Imbergbahn sowie das Imberghaus am 17./18. Juli verlängerte Öffnungszeiten(bei trockener Witterung) und zum Sonderpreis eine Bergfahrt bzw. Berg- und Talfahrt mit Getränk, die von den Wirtsleuten Wilma und Wolfgang Lewandowski im Imberghaus oder auf der neuen großen
Aussichtsterrasse zu einer zünftigen Life-Musik kredenzt werden.
Am Samstag Allgäuer Nachmittag im Imberghaus mit „Polka Quattro“
Am Sonntag Frühschoppen ab 12:00 Uhr mit Alpenblech. wu.