Geschichtliche Entwicklung der deutschen Seilbahnen
- Bereits im Jahre 250 v. Chr. wurden in China, wie alte Darstellungen berichten, erste Zweiseilbahnen zum Transport von Steinen verwendet.
- Erst jedoch die Erfindung des Drahtseiles im Jahr 1834 durch den Harzer Oberbergrat Albert machte die Beförderung größerer Lasten an Seilen möglich. Damit wurde der Beginn der heute bekannten Seilbahntechnik eingeläutet.
- 1877 Entstehung der ersten deutschen Standseilbahn, der „Zeitzer Drahtseilbahn".
- Im Jahr 1882 wurde die erste deutsche Zahnradbahn auf den Drachenfels gebaut. Eine Pionierleistung für die damaligen technologischen Rahmenbedingungen.
- Der erste Schlepplift in Deutschland nahm seinen Betrieb 1904 am Feldberg im Schwarzwald auf. Der Großteil des heutigen Anlagenbestandes wurde in den 60er Jah¬ren erbaut.
- 1924 wurde als erste Seilschwebebahn für den Personenverkehr die Fichtelbergbahn in Oberwiesenthal errichtet.
- 1930 nahm die Nebelhornbahn in Oberstdorf als die damals längste Personenseilschwebebahn der Welt ihren Betrieb auf. Die meisten Seilschwebebahnen wurden in den 1970er und 80er Jahren gebaut.
- Der Trend geht jetzt zu Sesselbahnen mit mehr Komfort (z.B. Hauben, gepolsterte Sitze, Sitzheizung) und höherer Geschwindigkeit.
Rekorde in Deutschland
- Seit 1924 schwebt die Fichtelberg Schwebebahn auf den 1215 m hohen Fichtelberg und ist somit die älteste Großkabinenbahn Deutschlands.
- Die Schauinslandbahn bei Freiburg ist mit 3600 m die längste Kabinen-Zweiseil- Umlaufbahn.
- Die Eibsee-Seilbahn in Grainau ist die längste und höchste Pendelbahn mit der höchsten verbauten Stütze (85m). Außerdem hat sie mit 2626 m die größte Spannweite.
- Die Kreuzeckbahn in Garmisch-Partenkirchen hat die größten Kabinen an einer Zweiseil-Umlaufbahn.