Verbündete der Umwelt


Schneebogen Wi

Schneebogen Wi

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Deutsche Seilbahnen sehen sich als Verbündete der Natur:

Zum einen eröffnen sie vielen Menschen die Möglichkeit, ihr ein Stück näher zu kommen, die Ursprünglichkeit exponierter Landschaften zu erleben. Zum Anderen sind die Unternehmen auch darauf bedacht, diese Natur, nicht zuletzt im eigenen Interesse, zu erhalten, zu bewahren und zu pflegen. Die moderne Freizeitwirtschaft kennt die möglichen Belastungen, die durch eine touristische Nutzung entstehen – und ergreift geeignete Maßnahmen zur Schadensvermeidung. Ein Beispiel: Zahlreiche Unternehmen betreiben aktives Wanderwege-Management. Wege werden nicht sich selbst überlassen, sondern nach ökologischen Gesichtspunkten geplant und gebaut. Detaillierte Wegenetze bieten Routen für jeden, mindern die Gefahr der Überanstrengung und sparen sensible Gebiete völlig aus. Intelligente Lenkung der Besucherströme – das betrifft auch den Bereich des Anreiseverkehrs – erreicht die Balance zwischen Nutzung und Schonung.
 

Ausbau der Seilbahnen und Schlepplifte in Deutschland

Einig ist sich die Branche, keine weiteren Neuerschließungen im Alpenraum anzustreben. Lediglich Modernisierungen – in der Regel Qualitätsverbesserungen für Menschen und Umwelt – stehen auf der Tagesordnung. So schonend wie möglich werden Baumassnahmen durchgeführt. Dazu wurden eigene Techniken entwickelt. Die erheblichen Mehrkosten tragen stets die Betriebe. Auch im Bereich Pistenpräparierung orientieren sich die Betriebe an neuesten ökologischen Erkenntnissen. Gemeinsam mit der Stiftung „Sicherheit im Skisport“ erarbeitete man umweltgerechte Standards für den Einsatz von Pistenfahrzeugen. Das gilt ebenfalls für Pflege und Wartung von Maschinen und Geräten, die in sensiblen Landschaften strengen Auflagen unterliegen.
 

Zusammenarbeit der Seilbahnen mit Bergbauern

Hand in Hand arbeiten die Seilbahnunternehmen mit den Bergbauern zusammen. Sie beide sind es, die Hochgebirgslandschaften – zum Teil mit erheblichen Aufwand – pflegen. Nicht zuletzt der Faktor Tourismus hat die Existenz vieler Bergbauern in mehrfacher Hinsicht gesichert. Als Mitarbeiter sind sie insbesondere im Winter wichtigste Stützen der Betriebe, als Landschaftspfleger kompetente Verbündete im Kampf gegen Bodenerosion und Verkarstung.
 

Beschneiung und Umweltschutz

Ebenso verantwortlich gehen die Seilbahnen auch mit dem Thema Beschneiung um. Deren ökologische Unbedenklichkeit steht längst außer Frage. Das belegen zahlreiche Studien. So überwiegen eindeutig die Vorteile – sowohl wirtschaftlicher als auch ökologischer Art. Denn die Beschneiung verbessert auch den Boden- und Vegetationsschutz auf den Pisten. Negative Auswirkungen auf Pflanzenwuchs und Artenzusammensetzung entstehen nicht. Im Einklang mit ihrer Gesamtverantwortung für Mensch und Natur setzen die Betriebe dieses Instrumentarium nur nach festgelegten Regeln ein. Dazu zählen behördliche Genehmigungsverfahren und die Ablehnung einer künstlichen Saisonverlängerung. Gesamtverantwortung heißt auch, die wirtschaftlichen Auswirkungen schneearmer Winter auf die gesamte Branche, auf die Region und auf die Arbeitsplätze zu betrachten. Nicht zuletzt deshalb haben die Betriebe große Summen in Beschneiungsanlagen investiert, um dem Gast ein gleichbleibend gutes Angebot bieten zu können.

Piste mit Turm