Vorfahrt für die Sicherheit


Steigende Anzahl von Tourengehern auf der Piste erfordert konkrete Maßnahmen

Für die deutschen Bergbahnen steht die Sicherheit an erster Stelle. Unter anderem war der Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte (VDS) maßgeblich an der Einführung des Prädikats „Geprüftes Skigebiet“ beteiligt. Darüber hinaus setzt er bereits in der Grundschule an, um die Buben und Mädchen über das richtige Verhalten auf der Piste zu informieren, wie dies zur Zeit mit der Lernplattform „Schlaue Kids“ geschieht. Die alljährlich sinkenden Unfallzahlen belegen die Erfolge der Maßnahmen.

Durch die zunehmende Zahl von Tourengehern, die sich auf den Pisten bewegen, ist in einigen Gebieten ein neues Gefährdungspotential entstanden. Die ständig wachsende Anzahl der Tourengeher, die – teilweise auch in der Dunkelheit - eine präparierte Skipiste für ihren Aufstieg aus eigener Kraft nutzen, setzt nicht nur die abfahrenden Wintersportler sondern auch sich selbst erheblichen Gefahren aus.

Hier gilt es individuelle Lösungen zu suchen. Die mögliche Bandbreite reicht da von der gesonderten Aufstiegsroute parallel zum Pistenrand oder außerhalb der Piste über Sicherungsmaßnahmen wie Beschilderungen bis hin zum generellen Verbot auf gefährlichen Strecken.


Um die unklare rechtliche Situation und haftungsrechtliche Konsequenzen näher zu durchleuchten hat der VDS ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben. Zu den wichtigsten Erkenntnissen der Gutachter zählt die Feststellung, dass die Bergbahnen auf ihren Pisten das Hausrecht ausüben können. Dies ermögliche ihnen, bestimmte Bereiche oder auch Pisten für Tourengeher völlig zu sperren. Ein „freies Betretungsrecht der Natur“ greife, so die Juristen, bei Skipisten nicht, da diese wie Sportstätten einzustufen seien – unabhängig, ob die Piste geöffnet oder geschlossen ist. Auch staatliche Stellen sind in der Pflicht ein Betretungsverbot auszusprechen, wenn das Tourengehen auf Pisten eine zu große Gefahr für die beteiligten Wintersportler darstellt.


Für weitere Presseauskünfte:
VDS – Birgit Priesnitz – Tel. 089-5791-1315, E-Mail: info@seilbahnen.de

 


 

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