Wussten Sie, dass...?
Deutsche Seilbahnen beim Thema Sicherheit unangefochten an der Spitze stehen?
Dafür sorgen bestens ausgebildete Mitarbeiter, ein hoher Stand der Technik, Millioneninvestitionen und strenge Auflagen. Zwei Mal im Jahr, so schreibt es der Gesetzgeber vor, werden Anlagen und Sicherheitsvorrichtungen auf Herz und Nieren untersucht. Einen dieser Tests nimmt ein unabhängiger Prüfer – zumeist ein Sachverständiger des Technischen Überwachungsvereins (TÜV) vor. Vor jeder Inbetriebnahme stehen erste Kontrollen und eine Probefahrt. Zusätzlich erfolgen tägliche, wöchentliche und monatliche Wartungsarbeiten und akribische Kontrollen, die technische Fehler oder Verschleißerscheinungen als Unfallursachen weitestgehend ausschließen.
Ein wichtiger Faktor in diesem Bereich ist der hohe Ausbildungsstand des Personals. Hier kommen nicht nur strenge Auflagen zum Tragen, hier steht vor allem die Eigeninitiative der Unternehmen im Vordergrund, die ihre Mitarbeiter umfangreich schulen und auf Seminare entsenden. Das umfasst den Bereich der Notfallübungen ebenso wie den technischen Hintergrund der Anlagen sowie neue Erkenntnisse in den Bereichen Naturschutz und Pistenpflege. Verstärkt wurde in den letzten Jahren auch die Servicequalität erhöht. Neue Trainingsprogramme tragen dazu bei, das Gesamt-Erlebnis Bergbahn qualitativ weiter zu verbessern.
Um auch Fehlerquellen, die im Verhalten der Gäste liegen, zu minimieren, betreiben die Betriebe und der Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte gemeinsam mit Berg- und Skiwacht, Deutschem Skiverband (DSV), Deutschem Skilehrerverband (DLSV), und Alpenverein und vielen mehr umfangreiche Informationsarbeit.
Die Seilbahnunternehmen und ihr Verband stehen in regem Meinungsaustausch mit Universitäten und Forschungsinstituten. Zahlreiche Projekte werden unterstützt und in der Praxis getestet. Dass hinter den Kulissen die technische Hardware deutscher Seilbahnen neuestem Standard entspricht, ist für die deutsche Bergbahn-Branche eine Selbstverständlichkeit. Millionen werden in den laufenden Unterhalt, in Verbesserungen und in neue Projekte investiert. Dabei spielt auch die Verantwortung für die Mitarbeiter eine Rolle, die oft in unwegsamem Gelände oder bei extremen Wettersituationen ihren Mann und ihre Frau stehen.
Zur Sicherheit der Gäste tragen auch zahlreiche Institutionen wie die Skiwacht im Winter auf den Pisten und die Bergrettung während der Wandersaison bei, mit denen die Unternehmen eng zusammenarbeiten. Die Installierung von Handy-Frequenzen gehört ebenfalls zum dichten Netz der Sicherheitsmaßnahmen. Sie haben bereits vielen Bergwanderern und Kletterern in misslichen Situationen gute Dienste erwiesen.
