Seilbahnen bieten neuen Ausbildungsberuf


Absolventen

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© Bayerische Zugspitzbahn

Pilotprojekt erfolgreich gestartet

Auch das gibt es in Zeiten des Stellenabbaus und der Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland: Einen neuen Ausbildungsberuf in Deutschland - den Industriemechaniker im Einsatzgebiet Seilbahntechnik

 

Deutschland schließt auf

In Österreich heißt er Seilbahntechniker/-in, in der Schweiz Eidgenössischer Seilbahnmechatroniker. „Nur in Deutschland war bisher kein adäquater Ausbildungsberuf für die Branche vorhanden“, berichtet Werner Hohl, Referent für Berufsbildungsprojekte der IHK für München und Oberbayern. In einer konzertierten Aktion gelang es dem Verband Deutscher Seilbahnen und der IHK in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Salzburg und dem Landesberufsschulzentrum Hallein, nun auch in der Bundesrepublik dieses Berufsbild zu etablieren. Im Rahmen eines Pilotprojekts ging im September 2012 der erste Lehrling an den Start.

 

Kooperation mit Österreich

Er und alle weiteren absolvieren ihre praktische Ausbildung bei einem deutschen Seilbahnunternehmen, die theoretischen Grundlagen bekommen sie im Berufsschulzentrum Hallein nahe Salzburg vermittelt. „Dort steht ihnen“, so Werner Hohl, „eine optimale Infrastruktur mit Werkstätten und Labors zur Verfügung.“ Eine eigene Halle bietet zudem auf 5000 m² Einblick in alle wichtigen Seilbahnsysteme. Pro Jahr verbringen die Auszubildenden 9,33 Wochen in dieser Berufsschule, die restliche Zeit vor Ort in den Betrieben. Die Ausbildungszeit beträgt insgesamt 3,5 Jahre.

 

Prüfungen und Abschluss

Die Prüfungen zum österreichischen Abschluss „Seilbahntechniker/in“ werden von der Wirtschaftskammer Österreich abgenommen. „Wir entsenden dazu Prüfer aus deutschen Seilbahnunternehmen“, berichtet IHK-Referent Werner Hohl. Auf Antrag wird der in Österreich erfolgreich abgelegte Abschluss in Deutschland als „Industriemechaniker im Einsatzgebiet Seilbahntechnik“ anerkannt.

 

Willkommener Nachwuchs

„Es freut uns sehr, dass unsere Branche nun auch ein eigenes Berufsbild anbieten kann“, betont VDS-Präsident Peter Huber. Die Ausbildung beinhalte neben technischem Verständnis, Flexibilität und Teamgeist auch die Freude am Umgang mit den Gästen. „So können wir auf qualifizierten Nachwuchs aus den eigenen Reihen setzen“, berichtet Huber, „und vor Ort einen interessanten Ausbildungsplatz mit sicheren Zukunftsperspektiven für unsere Jugendlichen anbieten.“
 

Die wichtigsten Informationen finden Sie zusammengefasst im Flyer Industriemechaniker im Einsatzgebiet Seilbahntechnik

 

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