Seilbahnen und Nachhaltigkeit gehören zusammen

Das Thema Nachhaltigkeit ist aus gutem Grund in aller Munde und hat auch bei den deutschen Seilbahnen eine hohe Priorität. Schon seit langem versuchen sie, den bestmöglichen sozialen, ökonomischen und ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen.

Als Transportmittel für Jedermann, auch prädestiniert für Menschen mit Behinderungen und körperlichen Einschränkungen, Senioren und Familien mit kleinen Kindern, ermöglichen die Seilbahnen Teilhabe und Inklusion und schaffen so gelebte soziale Nachhaltigkeit.

5,1 – das ist der Wertschöpfungsfaktor, der Seilbahnen zu Motoren in den Regionen macht,
d.h. 1 Arbeitsplatz bei den Seilbahnen schafft bzw. sichert 5,1 Arbeitsplätze in der Region. Diese nachhaltige Wirtschaftlichkeit verhindert Abwanderung aus strukturschwachen Gebieten und reduziert Pendeln.

Die Umwelt ist das wertvollste Gut, das die Seilbahnen als Kern ihrer Existenz schützen und erhalten wollen. Viele Maßnahmen wurden bereits ergriffen. „Auch hier beweist die Branche ihre Innovationskraft. Das Bemühen um den Erhalt der grandiosen Berglandschaft und einer intakten Natur liegt in unserem ureigenstem Interesse und ist für uns essentiell. Ich glaube, dass wir mit den Seilbahnen ein Produkt anbieten, das in vielen Bereichen bereits auf Nachhaltigkeit setzt und auch zukünftig sehr viel Potential bietet“, so Christine Kury, Vorstandsmitglied des Verbandes Deutscher Seilbahnen.

 

Seilbahnen sind wahre Pioniere der E-Mobilität, seit jeher werden sie größtenteils elektrisch angetrieben. Ihre Lage birgt dabei ein großes Potential zur Produktion von erneuerbaren Energien wie Wasserkraft und Sonnenenergie:

  • Das Wasserkraftwerk der Nebelhornbahn erzeugt im Jahr etwa so viel Strom wie die Kabinenseilbahn des Unternehmens mit ihrer Beförderung jährlich verbraucht, von 2014 bis 2017 wurden so etwa 3.390 Tonnen CO2 eingespart
  • Bei der Arber-Bergbahn produziert eine Photovoltaikanlage rund 2500 KWh Solarstrom. Diese Leistung reicht aus, um ca. 8.000 Gäste jährlich mit der Seilbahn zu befördern
  • In Baden-Württemberg bei der Schauinslandbahn werden die Kabinen mit Sonnenenergie gekühlt und die gesamte Anlage wird mit Ökostrom betrieben

 

Auch im Bereich Energieverwertung und -einsparung gibt es überzeugende Ansätze:

  • Die Brauneck Bergbahn nutzt die Abwärme von Antriebsmotoren für Heizung und Wärmeversorgung, es werden 10.000 l Heizöl pro Jahr weniger verbraucht
  • Bei der Sesselbahn K1 in Willingen spart modernste Antriebstechnologie DSD (Direct Stream Digital) ca. 40.000 kWh pro Anlage und Jahr

 

Seilbahnen übernehmen landschaftsschützende Maßnahmen:

  • Besucherlenkung durch den Rückbau von Trampelpfaden, Wegesanierung und Pflege detaillierter Wegenetze
  • Mähen von Bergwiesen als Schutz vor Verbuschung
  • Zäunung und Wiederaufforstung des Bergwaldes
  • Müllsammlung, -transport und -entsorgung
  • Anbindung der Wasserversorgung und aufwendiger Kanalisationsanlagen auf dem Berg an die im Tal bestehenden Anlagen

 

Besonderes Augenmerk liegt beim Thema Nachhaltigkeit auf der Gästeanreise. Die deutschen Seilbahnen setzen sich permanent für eine noch bessere, direkte Anbindung an den ÖPNV ein:

  • Kooperationen mit Deutscher Bahn und öffentlichen wie privaten Verkehrsgesellschaften (Umwelt-Verbundkarten ganzjährig zu erheblich reduzierten Preisen, z.B. Garmischer Sommer-Ticket und Garmischer Ski-Ticket oder die Zusammenarbeit AlpenPlus-Bahnen / BOB)
  • Ausbau des Skiverleihs, um eine bequeme Anreise ohne sperriges Gepäck zu ermöglichen
  • Bereitstellung kostenloser Bustransfers
  • E-Auto Ladesäulen an der Talstation (Arber Bergbahnen, Nebelhornbahn, Ettelsberg Seilbahn)

 

Die Seilbahnen verstehen Nachhaltigkeit als Prozess, der laufend weiterentwickelt werden muss und ihr Handeln auch in Zukunft prägt.

 

Hintergrundinformation:

 Der Energiebedarf pro Gast an einem Skitag mit Seilbahnen, Pistenpräparierung etc. beträgt 18 kWh, genauso viel Energie benötigt ein Mittelklasse-PKW mit einem Durchschnittsverbrauch von 7 Litern für eine Strecke von 22 km.

 Die bayerische Alpenfläche umfasst 4.400 km².
Davon werden 37 km² oder 0,8 % zeitweilig als Pistenfläche genutzt.

  

 

Pressekontakt:

Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte e. V. (VDS)
Geschäftsführerin Birgit Priesnitz
Birgit.priesnitz@seilbahnen.de

Untere Bahnhofstr. 29a, 82110 Germering bei München
Tel.: 089/ 125038-690, Email: info@seilbahnen.de

www.seilbahnen.de