Daten & Fakten

Wertschöpfung für die Region

Seilbahnen erweisen sich als Motor der regionalen Wirtschaft. Sie sichern und schaffen Arbeitsplätze und stärken entscheidend den ländlichen Raum. Zu diesem Schluss kam bereits 2014 eine Grundlagenuntersuchung des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr e.V. (dwif) an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Für die Studie wurden die Seilbahnnutzer befragt.

 

Interessante Erkenntnisse:

Der Großteil der Ausgaben entfällt nicht auf das Seilbahnticket, sondern wird für andere Leistungen wie Unterkunft, Verpflegung, Einkäufe und Dienstleistungen getätigt. Ein Übernachtungsgast verwendet 86 Prozent seiner Ausgaben für diesen Bereich, ein Tagesgast 59 Prozent. In Summe sorgen die Seilbahnbenutzer in Deutschland für einen Gesamtumsatz von 740 Millionen Euro jährlich (Stand 2014).  Basis sind die aus der Unternehmensbefragung abgeleiteten 10,3 Mio. Ersteintritte im Jahr sowie die durchschnittlichen Ausgaben pro Kopf und Tag in Höhe von 71,80 Euro.

Aus ihren Einnahmen finanzieren die Unternehmen Löhne und Gehälter ihrer Mitarbeiter sowie Sach- und Dienstleistungen. Auch die Regionen profitieren direkt und indirekt von den Seilbahnen und ihren Nutzern: 1.000 Euro Umsatz bei einer Seilbahn führen insgesamt zu 5.100 Euro Umsatz im Umfeld bei all jenen, die direkt (Hotels, Skischulen, Gastronomie) oder indirekt (regionale Zulieferbetriebe in den Bereiche Handel, Handwerk und weitere Dienstleistungen) betroffen sind.

Ein Arbeitsplatz bei der Seilbahn schafft und sichert insgesamt 5,1 Arbeitsplätze. Zudem stärken die Seilbahnen als Arbeitgeber den ländlichen Raum. Die Arbeitsplätze werden nicht ins Ausland verlagert, sie vermindern den Strom der Pendler in industriell dichter besiedelte Gebiete und verringern damit die Umweltbelastung.

Seilbahnen sind wichtige Anziehungspunkte für die Gäste einer Region und besitzen eine große wirtschaftliche Ausstrahlung für das jeweilige Gebiet. Die Existenz einer Seilbahn steht bei der Wahl des Urlaubsortes oder Ausflugszieles ganz oben.
Ein weiterer Vorteil deutscher Seilbahnen ist die Nähe zu Ballungszentren: Je näher das Wunschziel, desto kürzer die Fahrzeit. Dies verringert den Benzinverbrauch und Kosten sowie den CO₂-Ausstoß und schont die Umwelt.

Die wichtigsten Ergebnisse finden Sie zusammengefasst im Wertschöpfungsfolder.

Dr. Bernhard Harrer stellte die Ergebnisse der Grundlagenstudie ” Wirtschaftliche Effekte durch Seilbahnen in Deutschland ” im Rahmen einer deutschen Seilbahntagung vor.

Verkehrseinnahmen

Die Umsatzerlöse der Seilbahnen machen nur etwa 20% der Ausgaben aus, die von den Urlaubs- und Ausflugsgästen getätigt werden. Die übrigen 80% verbleiben dem Umfeld der Seilbahnwirtschaft, dem Beherbergungsgewerbe, der Gastronomie, dem Handel und sonstigen Dienstleistungen.

Gästezahlen

Die deutschen Seilbahnen verkehren witterungsbedingt im Sommer zwischen 160 und 180 Betriebstage pro Jahr. Im Winter sind es zwischen 100 und 140 Betriebstagen. So werden jährlich rund 10 Mio. Gäste befördert. Die Zahl der Wintergäste enthält dabei einen Anteil von etwa 25% Nichtskiläufern.

Die Statistik zeigt eine beinahe Angleichung der Ersteintritte im Sommer wie auch im Winter. Das entspricht der Ausrichtung deutscher Seilbahnen, das Ganzjahreskonzept immer mehr zu verstärken.

Was ist ein Ersteintritt?

Wenn ein Gast unten am Berg durch das Drehkreuz der Seilbahn geht und sich während des ganzen Tages insgesamt 10 Mal auf den Berg hinaufbefördern lässt, dann werden 1 Ersteintritt und 10 Beförderungen gezählt.

Seilbahnen als Arbeitgeber

In den deutschen Seilbahnunternehmen werden jährlich rund 1.100 festangestellte Mitarbeiter und ebenso viele Saisonkräfte beschäftigt. Die Betriebe leisten vor allem in Regionen, in denen sonst kaum industrielle Arbeitsplätze vorhanden sind, einen wirtschaftlich wichtigen Beitrag.
Dort, wo Seilbahnen Wintersportmöglichkeiten bieten, wird vom späten Herbst bis zum Frühjahr einem beachtlichen Teil saisonaler Arbeitskräfte Beschäftigung geboten, die witterungsbedingt während dieser Zeit von Land- und Forstwirtschaft nicht benötigt werden.

Betriebszeiten der Seilbahnen

Die deutschen Seilbahnen verkehren witterungsbedingt im Sommer zwischen 160 und 180 Betriebstage pro Jahr. Im Winter sind es zwischen 100 und 140 Betriebstagen.
Bei 32 der 210 Seil- und 4 Zahnradbahnen bestehen keine Wintersportmöglichkeiten. Einige werden deshalb nur während der sommerlichen Ausflugsmonate betrieben.