Nachhaltigkeit

Seilbahnen – Verbündete von Natur und Klima

Seilbahnen gehören zu den sichersten Verkehrsmitteln und sind ausgesprochen „sauber“, denn durch den elektrischen Antrieb erzeugen sie keine direkten CO2-Emissionen und stoßen keine weiteren Schadstoffe aus. Sie sehen sich als aktive Partner der Umwelt. Mit ihrer Dienstleistung „Seilbahn“ schaffen sie die Möglichkeit, den Reiz faszinierender Landschaften zu erleben und zu fördern. Das leistet bei den Besuchern einen Beitrag für die Wertschätzung der intakten Natur und Umwelt.

Ökonomische Nachhaltigkeit

Zugkräftig erweisen sich die Seilbahn-Unternehmen auch in Sachen Arbeitsplätze. Gerade die Seilbahnen in ländlichen Räumen und in alpinen Gebieten leisten einen wichtigen Beitrag für die Sicherung von Arbeitsplätzen und Wirtschaftskraft. Ein Arbeitsplatz bei der Seilbahn schafft und sichert insgesamt 5,1 Arbeitsplätze. Zudem stärken die Seilbahnen als Arbeitgeber den ländlichen Raum. Schließlich werden ihre Arbeitsplätze nicht ins Ausland verlagert, sie vermindern den Strom der Pendler in industriell dichter besiedelte Gebiete und verringern damit auch die Umweltbelastung. Viele der Mitglieds-Seilbahnen übernehmen zudem die sehr wichtige Ver- und Entsorgungsfunktion in den Bergen ihrer Region.

Ökologische Nachhaltigkeit

Deutsche Seilbahnen sehen sich als Verbündete der Natur: Zum einen eröffnen sie vielen Menschen die Möglichkeit, ihr ein Stück näher zu kommen, die Ursprünglichkeit exponierter Landschaften zu erleben. Zum anderen sind die Unternehmen auch darauf bedacht, diese Natur, nicht zuletzt im eigenen Interesse, zu erhalten, zu bewahren und zu pflegen. Die moderne Freizeitwirtschaft kennt die möglichen Belastungen, die durch eine touristische Nutzung entstehen – und ergreift geeignete Maßnahmen zur Schadensvermeidung.

Ein Beispiel:
Zahlreiche Unternehmen betreiben aktives Wanderwege-Management. Wege werden nicht sich selbst überlassen, sondern nach ökologischen Gesichtspunkten geplant und gebaut. Detaillierte Wegenetze bieten Routen für jeden, mindern die Gefahr der Überanstrengung und sparen sensible Gebiete völlig aus. Intelligente Lenkung der Besucherströme – das betrifft auch den Bereich des Anreiseverkehrs – sorgt für eine gute Balance zwischen Nutzung und Schonung.

Zusammenarbeit mit Bergbauern

Hand in Hand arbeiten die Seilbahnunternehmen mit den Bergbauern zusammen. Sie beide sind es, die Hochgebirgslandschaften – zum Teil mit erheblichen Aufwand – pflegen. Nicht zuletzt der Faktor Tourismus hat die Existenz vieler Bergbauern in mehrfacher Hinsicht gesichert. Als Mitarbeiter sind sie insbesondere im Winter wichtigste Stützen der Betriebe, als Landschaftspfleger kompetente Verbündete im Kampf gegen Bodenerosion und Verkarstung.

Qualitätsverbesserung der Seilbahnen und Schlepplifte in Deutschland

Einig ist sich die Branche, keine weiteren Neuerschließungen im Alpenraum anzustreben. Lediglich Modernisierungen – in der Regel Qualitätsverbesserungen für Menschen und Umwelt – stehen auf der Tagesordnung. So schonend wie möglich werden Baumaßnahmen durchgeführt. Dazu wurden eigene Techniken entwickelt. Die erheblichen Mehrkosten tragen stets die Betriebe. Auch im Bereich Pistenpräparierung orientieren sich die Betriebe an neuesten ökologischen Erkenntnissen. Gemeinsam mit der Stiftung „Sicherheit im Skisport“ erarbeitete man umweltgerechte Standards für den Einsatz von Pistenfahrzeugen. Das gilt ebenfalls für Pflege und Wartung von Maschinen und Geräten, die in sensiblen Landschaften strengen Auflagen unterliegen.

Pioniere der E-Mobilität

Seilbahnen sind echte Pioniere der E-Mobilität, sie fahren seit jeher mit elektrischem Strom.

Die Mitglieder des VDS verfolgen außerdem das Ziel, beim Betrieb der Anlagen den Energieverbrauch zu optimieren und möglichst wenige Ressourcen zu verbrauchen sowie optimal zu nutzen:

  • Abwärmenutzung
    Einige Bahnen wie die Sesselbahn K1 in Willingen oder auch die Brauneck Bergbahn verfügen über eine Abwärmenutzung.
  • Elektrostrom
    Einige Mitglieder-Seilbahnen erzeugen z.B. Elektrostrom, den sie selbst nutzen oder in regionale Netze einspeisen.
  • Ökostrom
    Viele Seilbahnen und Schlepplifte nutzen zu 100 % Ökostrom.
  • Regenerative Energie
    Einige Anlagen erzeugen sogar selbst regenerative Energie für ihre Betriebe, z.B. durch Wasserkraft oder Photovoltaik. (Beispiele: Arber-Bergbahn, Photovoltaik; Nebenhornbahn, Wasserkraft)

Des Weiteren setzt sich der Verband Deutscher Seilbahnen permanent für eine noch bessere, direkte Anbindung seiner Mitgliedsunternehmen an die öffentlichen Verkehrssysteme ein.

Als Anreiz bieten die Seilbahnunternehmen in Kooperation mit der Bundesbahn und mit öffentlichen wie privaten Verkehrsgesellschaften sogenannte Umwelt-Verbundkarten zu erheblich reduzierten Preisen an. Weiter steht den Gästen in vielen Skigebieten der kostenlose Bustransfer zur Verfügung.
Für die Anreise mit dem Auto gilt: Je näher das Wunschziel desto kürzer die Fahrzeit. Dies verringert den Benzinverbrauch sowie den CO2-Ausstoß und schont damit die Umwelt.

Über 80 % der CO2-Emission eines Skitages werden durch die An- und Abreise verursacht. Der Energieverbrauch verringert sich dank neuer Technologien kontinuierlich.
Im Vergleich: Ein kleines Skigebiet mit 20 ha Pistenfläche benötigt pro Winter im Durchschnitt 240.000 kWh. Etwas mehr (250.000 kWh) verbraucht ein einziger Flug von München nach Mallorca und zurück mit 200 Passagieren. Ein kommunales Hallenbad hat einen Bedarf von durchschnittlich 365.000 bis 565.000 kWh pro Jahr.


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Soziale Nachhaltigkeit

Seilbahnen ermöglichen vielen Menschen ihren Hobbys und Freizeitaktivitäten in der Natur nachzugehen und so etwas für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu tun. Seilbahnen machen einzigartige Erlebnisse und Momente in einer intakten Natur für Jedermann möglich:

Sie sind prädestiniert für Menschen mit Behinderungen, körperlichen und gesundheitlichen Einschränkungen sowie Senioren und Familien mit kleinen Kindern. Auf diese Weise ermöglichen die Seilbahnen in Deutschland Teilhabe sowie Inklusion und stehen für eine soziale Nachhaltigkeit. 

Unter dem Motto „Bergerlebnis für alle“ unterstützt der Verband und seine Mitglieder mit hohem Engagement dieses Ziel und hat das Thema zu einem der Schwerpunktthemen ernannt.
Viele Seilbahnen verwirklichen bereits bauliche Maßnahmen und besondere Einrichtungen. Doch es ist noch immer Raum für Verbesserungen. Wo möglich und vor allem bei allen neuen Anlagen wird daher Inklusion gelebt. So sind bereits zahlreiche Seilbahn-Anlagen entsprechend von der Initiative „Reisen für alle“ geprüft und zertifiziert.